Highlights
Nationales Filmmuseum
Eines der innovativsten Filmmuseen der Welt, im großen elliptischen Saal untergebracht.
Panorama-Glasaufzug
Eine vertikale Glaskabine zur Terrasse auf 85 Metern in wenigen Sekunden.
360-Grad-Blick
Weites Panorama von den Alpen bis zu den Turiner Hügeln und der Po-Ebene.
Antonellis Meisterwerk
167,5 Meter hoch, bei seiner Errichtung das höchste gemauerte Gebäude der Welt.
Heute beherbergt die Mole das gefeierte Museo Nazionale del Cinema, eines der innovativsten Filmmuseen der Welt, das jährlich Hunderttausende von Besuchern anzieht. Das Museum zeichnet das Kino von seinen vorkinematografischen Anfängen bis in die Gegenwart durch einen außergewöhnlichen Rundgang nach, der sich im großen elliptischen Saal und entlang der spiralförmigen Rampe entfaltet, die die Struktur umhüllt.
Verwandte Erlebnisse
Doch die Mole ist nicht nur ein Museum: Sie ist ein rundum gelungenes Erlebnis. Der innen liegende Panoramaaufzug bringt die Besucher hinauf zur Terrasse auf 85 Metern und bietet einen 360-Grad-Blick auf die schneebedeckten Alpen, die roten Dächer der Stadt und die Turiner Hügel, wo Architektur, Kultur und Landschaft zu einer unvergesslichen Umarmung verschmelzen.
Eine Geschichte über anderthalb Jahrhunderte
Die Geschichte der Mole Antonelliana ist eine der faszinierendsten und bewegtesten der italienischen Architektur des 19. Jahrhunderts. Alessandro Antonelli begann 1863 die Arbeiten im Auftrag der Jüdischen Gemeinde Turins mit dem Ziel, eine monumentale Synagoge zu errichten. Die Kosten stiegen jedoch dramatisch an und die Struktur wuchs weit über die ursprünglichen Absichten hinaus, sodass die Stadtverwaltung Turin 1878 beschloss, das unvollendete Gebäude zu kaufen und in einen weltlichen Tempel umzuwandeln, der dem Vaterland gewidmet ist.
Antonelli sah sein Werk nie vollendet: Er starb 1888, und der Bau wurde unter seinem Sohn Costanzo fortgesetzt, der ihn 1889 vollendete. Die metallene Spitze, die die Mole krönt, wurde später hinzugefügt, und die Struktur erreichte 1905 ihre endgültige Höhe. Ein Blitzschlag beschädigte die Spitze 1953 schwer, doch sie wurde originalgetreu wiederaufgebaut und gab der Stadt ihr unverwechselbares Profil zurück.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts beherbergte die Mole verschiedene Nutzungen, bis 2000 anlässlich des Jubiläums das Museo Nazionale del Cinema eröffnet wurde. Seither ist sie zu einer der meistbesuchten Kulturstätten Piemonts geworden und hat ihre Rolle als pulsierendes Herz der Identität Turins und internationale Bühne der italienischen Filmkultur gefestigt.
Das Museo Nazionale del Cinema: eine Reise in die siebte Kunst
Das Museo Nazionale del Cinema ist weit mehr als eine Sammlung von Erinnerungsstücken: Es ist ein einzigartig immersives Erlebnis, das darauf ausgelegt ist, Besucher jeden Alters in einen kontinuierlichen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Filmsprache einzubinden. Der Ausstellungsrundgang erstreckt sich auf mehreren Ebenen im Inneren des großen elliptischen Saals der Mole, wo audiovisuelle Installationen, historische Objekte, Kostüme, Plakate und vorkinematografische Maschinen sich in einer fesselnden Erzählung abwechseln.
Zu den wertvollsten Stücken der Sammlung gehören Laterna magicas aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Phenakistiskope, Zoetrope und andere optische Geräte, die die Erfindung des Kinos vorwegnahmen. Die dem frühen Kino gewidmete Abteilung bewahrt äußerst seltene Filme der Brüder Lumière und von Georges Méliès, während die thematischen Galerien Genres, Stars, Filmmusiken und die Mechanismen der Produktion erkunden. Der Tempio-Saal im Zentrum der Struktur beherbergt eine einzigartige Lounge-Installation: Die Besucher können sich auf geneigte Liegen legen und Filmausschnitte an die Decke projiziert betrachten, in einer surrealen und magischen Atmosphäre.
Das Museum organisiert regelmäßig Sonderausstellungen, Retrospektiven, Treffen mit Regisseuren und Schauspielern, Sondervorführungen und pädagogische Workshops für Schulen. Es ist auch ein wichtiger Veranstaltungsort während des Torino Film Festival und bestätigt seine Rolle als kultureller Bezugspunkt für Filmstudien und Filmvermittlung.
Die Panoramaterrasse: Turin zu Ihren Füßen
Auf die Panoramaterrasse der Mole Antonelliana hinaufzufahren ist eines der aufregendsten Erlebnisse, die Turin zu bieten hat. Der Panoramaaufzug, eine Glaskabine, die senkrecht durch das Herz der Struktur aufsteigt, bringt die Besucher in nur wenigen Sekunden auf 85 Meter Höhe, mit einem einzigartigen Schwebegefühl. Bereits während des Aufstiegs schafft der Blick von oben in den elliptischen Saal des Museums einen außergewöhnlichen visuellen Effekt.
Auf der Terrasse angekommen, öffnet sich das Panorama spektakulär auf volle 360 Grad: nach Westen hebt sich die Kette der Alpen mit Monviso und Gran Paradiso an wolkenlosen Tagen klar ab; nach Norden der Turiner Hügel mit der Basilica di Superga; nach Süden die Po-Ebene, die am Horizont verschwindet; und ringsum das städtische Gefüge Turins mit seinen baumgesäumten Alleen, barocken Plätzen und den Dächern historischer Paläste. Es ist der privilegierte Aussichtspunkt, um die außergewöhnliche städtebauliche Geometrie der Savoyer Hauptstadt zu verstehen.
Der Aussichtspunkt ist besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang, wenn das warme Sonnenlicht die Dächer Turins und die Alpengipfel orange färbt, oder an kalten Wintertagen mit Schnee auf den Bergen. Vergessen Sie nicht, eine Jacke mitzubringen: Oben ist die Luft zu jeder Jahreszeit frisch, und die Magie der Landschaft belohnt jede Wartezeit an der Kasse reichlich.