Highlights
Palatinische Türme
Römische Tore aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., zu den weltweit am besten erhaltenen gehörig, neben dem Römischen Theater.
Römisches Castrum-Raster
Beschreiten Sie dieselben orthogonalen Straßen, die die Römer vor 2.000 Jahren angelegt haben.
Handwerkswerkstätten
Unabhängige Geschäfte, Tattoo-Studios, Vintage-Buchhandlungen und aufstrebende Designer.
Turins Nachtleben
Das belebteste Aperitif- und Gastronomieviertel der Stadt, bis spät in die Nacht aktiv.
Begrenzt von der Via Giulio, Via Garibaldi, Piazza della Repubblica und Via Milano, ist dieses Viertel heute eines der lebhaftesten und meistbesuchten Turins. Tagsüber spaziert man zwischen Handwerkswerkstätten, historischen Märkten und alten Kirchen; abends verwandelt sich das Quadrilatero in eines der pulsierenden Herzen des Turiner Nachtlebens.
Verwandte Erlebnisse
Römische Ursprünge: die Stadt in der Stadt
Der Name lässt keine Zweifel: Das Quadrilatero Romano verdankt seine Form der geometrischen Perfektion, mit der die Römer ihre Kolonien planten. Die Stadt Augusta Taurinorum war ein castrum, ein Militärlager, das sich zu einem städtischen Zentrum entwickelte, mit senkrechten Straßen, Toren an den vier Himmelsrichtungen und einem Forum im Zentrum. Auch heute noch atmet man, wenn man die Via delle Orfane, Via Santa Chiara oder Via dei Mercanti entlanggeht, in jedem Kopfsteinpflaster jenes jahrtausendealte Erbe.
An verschiedenen Punkten des Viertels sichtbar, treten römische Überreste hier und da aus der modernen Stadt hervor. Der eindrucksvollste Abschnitt ist der der Palatinischen Türme, der imposanten nördlichen Tore der römischen Stadt, perfekt erhalten und mit Blick auf die Piazza Cesare Augusto: zwei polygonale Backsteintürme, die sich majestätisch neben dem Römischen Theater erheben, stille Zeugen einer noch wahrnehmbaren Größe. Bei Sonnenuntergang neben diesen Monumenten zu spazieren, ist ein bewegendes Erlebnis.
Das Quadrilatero bewahrt auch mittelalterliche und barocke Spuren, die sich auf die römischen legen. Die Kirche Sant'Agostino, der Glockenturm von San Tommaso und verschiedene Innenhöfe verbergen Säulen, Bögen und Fresken, die von Jahrhunderten städtebaulicher Verwandlungen erzählen.
Markt Porta Palazzo und Stadtteilleben
Knapp außerhalb des Quadrilatero-Perimeters, aber innig mit seiner volkstümlichen Seele verbunden, liegt Porta Palazzo: Europas größter Freiluftmarkt. Jeden Morgen, von Montag bis Samstag, fluten Tausende von Ständen die Piazza della Repubblica mit Obst, Gemüse, Gewürzen, Stoffen, Kleidung und Produkten aus aller Welt. Es ist ein Schauspiel von Farben, Aromen und verschiedenen Sprachen, das die multikulturelle, lebhafte Natur des Viertels perfekt widerspiegelt.
Innerhalb des eigentlichen Quadrilatero fließt das Stadtteilleben durch Handwerkswerkstätten, Weinbars, Gastronomien und historische Lokale. Die Via Barbaroux, Via Bonelli und die umliegenden Seitenstraßen sind gespickt mit unabhängigen Geschäften, Tattoo-Studios, Antiquariaten und Designerateliers im Aufkommen. Die Mischung aus Tradition und Zeitgenossenschaft ist das Markenzeichen dieses Viertels.
Der überdachte Mercato Centrale di Torino, 2019 im monumentalen Palazzo del Mercato Centrale an der Piazza della Repubblica eingeweiht, hat das gastronomische Angebot des Viertels weiter bereichert. Hier bieten die besten piemontesischen Handwerkserzeuger ihre Spezialitäten in einem sorgfältig restaurierten architektonischen Rahmen an: der perfekte Ort für einen Snack oder um etwas Typisches mit nach Hause zu nehmen.
Nachtleben und die nächtliche Seele des Quadrilatero
Wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich das Quadrilatero Romano. Geschäfte ziehen ihre Rollläden hinunter und Lokale öffnen ihre Türen, Tische erobern die Gehwege und Höfe füllen sich mit Plaudereien und Lachen. Das Viertel ist seit Jahren das Nervenzentrum des Turiner Nachtlebens, mit einer Konzentration von Bars, Osterien, Cocktailbars und Restaurants, die in der Stadt unübertroffen ist. Der Aperitif, eine heilige Turiner Institution, findet hier seinen authentischsten und geselligsten Ausdruck.
Historische Lokale wie das Pastis an der Piazza Emanuele Filiberto und Dutzende von Bars beleben die Abende des Viertels mit einem Angebot, das von Naturweinen bis zu handwerklichen Cocktails, von neu interpretierter piemontesischer Küche bis zu internationalem Streetfood reicht. Die Atmosphäre ist inklusiv und kosmopolitisch: Im Quadrilatero vermischen sich Universitätsstudenten, kreative Berufstätige, internationale Touristen und Alteingesessene in einem einzigartigen, lebendigen sozialen Gefüge.
An Wochenenden beherbergt das Viertel oft Kulturveranstaltungen, Märkte, Konzerte und künstlerische Aufführungen, die Plätze und Höfe beleben. Das Quadrilatero Romano schläft nie wirklich: Es ist ein lebendiger Ort in ständiger Entwicklung, der sich neu erfinden kann, ohne seine tiefe Identität zu verraten.
Das Geheimnis des Quadrilatero: 2.000 Jahre auf wenigen Blöcken
Wussten Sie, dass Sie, wenn Sie das Quadrilatero Romano durchqueren, buchstäblich dieselben Straßen begehen, die römische Soldaten vor zweitausend Jahren beschritten haben? Die städtebauliche Anlage des Viertels ist seit der augusteischen Epoche praktisch unverändert geblieben: die Breite der Straßen, die Ausrichtung der Blöcke, sogar einige Fassadenausrichtungen spiegeln den ursprünglichen Plan des römischen Castrum originalgetreu wider. Es ist, als hätte man eine Zeitmaschine unter den Füßen.
Ein sprachloses Detail: Die Palatinischen Türme, datierend aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., gehören zu den am besten erhaltenen römischen Stadttoren der Welt. Etwa 30 Meter hoch und mit Bogenfenstern auf drei Ebenen ausgestattet, stellen sie eines der meistfotografierten Monumente Turins dar. Bei Nacht, von warmem Licht beleuchtet, nehmen sie ein fast mystisches Aussehen an.