Turin ist die italienische Hauptstadt der Schokolade. Die Liebesgeschichte zwischen dieser Stadt und dem Kakao dauert seit mehr als vier Jahrhunderten an, seit Emanuele Filiberto von Savoyen das Getränk 1560 aus Spanien an den Turiner Hof brachte. Seitdem hat Turin der Welt den Gianduiotto, den Bicerin und eine unvergleichliche Schokoladentradition geschenkt.
Der Gianduiotto entstand 1865 aus der genialen Idee, Kakao mit der Haselnuss Tonda Gentile aus den Langhe zu verbinden. Das Ergebnis war eine Praline in Form eines umgekehrten Schiffchens, die zum Symbol der Stadt wurde. Heute stellen die Turiner Chocolatiers ihn weiterhin nach dem Originalrezept her, und ihn in den historischen Geschäften des Zentrums zu probieren, ist ein unverzichtbares Erlebnis.
Der Bicerin ist die andere große Turiner Erfindung: ein heißes Schichtgetränk aus Espresso, dickflüssiger Schokolade und Milchcreme, serviert in dem traditionellen kleinen Glas. Das Caffè Al Bicerin an der Piazza della Consolata serviert ihn seit 1763 nach demselben Rezept. Um alle süßen Geheimnisse der Stadt zu entdecken, eignet sich die Schokoladen- und Bicerin-Tour für Familien hervorragend.
In der Weihnachtszeit verwandelt CioccolaTò die Piazza San Carlo und die Straßen des Zentrums in ein Paradies für Naschkatzen, mit Ständen von Chocolatiers aus ganz Italien und Live-Workshops. Doch auch außerhalb des Festivals bietet Turin das ganze Jahr über Schokoladenerlebnisse. Der Schokoladen-Workshop bei Choco-Story ermöglicht es, eigene Pralinen mit den Händen im Kakao zu kreieren.
Unter den historischen Geschäften, die einen Besuch wert sind: Guido Gobino in der Via Canavese, Peyrano am Corso Moncalieri und Baratti & Milano in der Galleria Subalpina, wo die Zeit zwischen vergoldeten Spiegeln und Marmortheken stehen geblieben zu sein scheint.