Highlights
Königliche Appartements
Freskenverzierter Thronsaal, vergoldete Decken, flämische Wandteppiche und Staatssäle des 17. Jahrhunderts.
Königliche Waffenkammer
Über 5.000 Stücke, eine der weltweit führenden Waffen- und Rüstungssammlungen.
Königlicher Garten von Le Nôtre
Garten des 17. Jahrhunderts vom Versailles-Schöpfer mit dem Coffee House aus dem 18. Jahrhundert.
UNESCO-Welterbe
Seit 1997 Teil des seriellen Welterbes der Königlichen Residenzen der Savoyer.
Heute gehört der Palazzo Reale zum Komplex der Musei Reali di Torino, neben der Galleria Sabauda, dem Archäologischen Museum und der Königlichen Bibliothek. 1997 in die UNESCO-Welterbeliste als Teil des seriellen Welterbes der Königlichen Residenzen der Savoyer aufgenommen, ist er weit mehr als ein Museum: Er ist ein lebendiger Ort, der die Besucher mit seiner zeitlosen Schönheit zu bewegen vermag.
Verwandte Erlebnisse
Die Königlichen Appartements: eine Reise durch savoyischen Luxus
Der Besuch der Königlichen Appartements ist ein atemberaubendes Erlebnis. Durch eine Sequenz prunkvoller Säle begegnen die Besucher Räumen, die mit Originalmöbeln, flämischen Wandteppichen, edlem Porzellan und Gemälden italienischer und europäischer Meister möbliert sind. Jeder Saal erzählt eine genaue Geschichte: vom Thronsaal mit seiner freskenverzierten Decke und dem vergoldeten Thron bis zu den Schlafgemächern der Souveräne und den privaten Kabinetten, in denen sich das Alltagsleben des Hofes abspielte.
Besonders eindrucksvoll sind der Salone degli Svizzeri, mit Porträts der Könige von Sardinien, und die Cappella della Sindone, die jahrhundertelang das berühmte Tuch beherbergte, das heute im Dom aufbewahrt wird. Die gesamte Abfolge der Appartements ist ein Meisterwerk barocker und rokokoartiger Verzierung, das Werk großer Künstler wie Daniel Seiter, Jan Miel und der wichtigsten Hofarchitekten, einschließlich Guarino Guarini und Filippo Juvarra, die dem Palast ihren unverwechselbaren Stempel aufdrückten.
Die Königliche Waffenkammer: eine der bedeutendsten Sammlungen Europas
Im Nordflügel des Palastes befindet sich die Königliche Waffenkammer, eine der bedeutendsten und vollständigsten Waffen- und Rüstungssammlungen der Welt. 1837 auf Veranlassung von Carlo Alberto von Savoyen gegründet, umfasst die Sammlung über 5.000 Stücke aus kompletten Rüstungen, Hieb- und Stichwaffen, Feuerwaffen, Kriegstrophäen und Zeremonialgegenständen, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reichen. Die Erhabenheit des Hauptsaals, in dem die Rüstungen wie ein stilles Heer von Rittern aufgestellt sind, ist ein visuelles Schauspiel von seltener Intensität.
Zu den berühmtesten Stücken gehören Turnierrüstungen aus dem 16. Jahrhundert, von denen einige Mitgliedern der Savoyer-Familie gehörten, und eine außergewöhnliche Sammlung östlicher Waffen, die von den engen diplomatischen Beziehungen des Turiner Hofes mit fernen Mächten zeugen. Der Besuch der Waffenkammer ist ein unverzichtbares Kapitel für alle, die die militärische und politische Geschichte der Savoyer und ihre Rolle im modernen Europa vollständig verstehen möchten.
Der Königliche Garten: Grün und Geschichte hinter dem Palast
Hinter dem Palast erstreckt sich der Königliche Garten, einer der ältesten historischen Gärten Turins, im 17. Jahrhundert vom französischen Landschaftsgestalter André Le Nôtre, dem Schöpfer der Gärten von Versailles, entworfen. Restauriert und der Öffentlichkeit zurückgegeben, bietet der Garten eine Oase der Ruhe im Herzen der Stadt, mit baumgesäumten Alleen, historischen Brunnen und stimmungsvollen Winkeln, in denen man fern vom städtischen Trubel spazieren kann.
Der Garten beherbergt auch den Tritonenbrunnen und mehrere Originalskulpturen von großem Wert, während das Coffee House, der reizvolle Pavillon des 18. Jahrhunderts, der für König Carlo Emanuele III. errichtet wurde, eines der raffiniertesten Beispiele der Mußearchitektur des piemontesischen Barocks ist. Durch den Königlichen Garten zu spazieren bedeutet, dieselbe Luft zu atmen, die einst ausschließlich der königlichen Familie und ihren privilegierten Gästen vorbehalten war.
Wussten Sie schon? Der Palast, in dem das vereinte Italien geboren wurde
Der Palazzo Reale von Turin war die Hauptresidenz der Savoyer von 1646 bis 1865, dem Jahr, in dem die Hauptstadt des Königreichs Italien von Turin nach Florenz verlegt wurde. Genau innerhalb dieser Mauern regierte Vittorio Emanuele II. in den ersten Jahren des vereinten Italien und machte Turin zur ersten Hauptstadt des Landes. Ein faszinierendes Detail: Die Hauptfassade des Palastes, von außen schlicht und fast streng, verbirgt Innenräume von fast unglaublicher Opulenz – ein bewusster Kontrast, der dazu konzipiert wurde, Macht mit Diskretion zu kommunizieren, im typischen savoyischen Stil, der Solidität über prahlerische Eitelkeit stellte.